Traum

Traum | Installation Kunst am Bau | Glas + Metall | Kinder- und Jugendpsychiatrie St. Barbara | Halle (Saale) | Anna Gawronski | 2005

Gestaltet wurden drei hinterleuchtete Wandnischen, in denen oxidierte Metallplatten mit selbst gefertigten und bemalten Glasfusing-Arbeiten kombiniert sind. Durch das Licht beginnen die Materialien, ihre Oberfläche zu verändern: Rosttöne wirken warm und körperlich, während die transluzenten Glasschichten eine beinahe schwerelose Tiefe erzeugen.

Die Motive bewegen sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Fragmente einer Bahnschiene oder die reliefartigen Umrisse eines Flugzeuges tauchen auf wie Bilder aus Erinnerungen oder Traumsequenzen — undeutlich, verschoben und nicht eindeutig greifbar. Andere Flächen bleiben offen, wirken wie Lichtfelder oder abstrahierte Landschaften.

Die Arbeit versucht keinen abgeschlossenen Bildraum zu erzeugen. Vielmehr entstehen stille Durchblicke, die sich je nach Lichtsituation und Bewegung verändern. Gerade im Kontext der Kinder- und Jugendpsychiatrie war die Idee wichtig, keine eindeutigen Erzählungen vorzugeben, sondern Raum für Assoziationen, Gedanken und eigene innere Bilder zu lassen.

Das Zusammenspiel aus oxidiertem Metall, Glas und Licht bewegt sich dabei zwischen Schwere und Transparenz — zwischen materieller Oberfläche und etwas Flüchtigem, das nur für einen Moment sichtbar wird.

 

– Anna Gawronski

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